Das Wetter ist trüb, kalt und regnerisch. Dies nahmen wohl einige Leser dieses (Arzt-Satire-)Blogs zum Anlass und fragten an, ob wir nicht mal wieder (nach dem Mount Everest Trip April/Mai 2010) eine spannende Expedition in unbekannte Gefilde machen sollten (Sehr ergreifende Zusammenfassung von Federkiel). Daher möchte ich erst einmal ein öffentlich-rechtliches Brainstorming machen um Ideen und Visionen zu kanalisieren.
Das Sommerloch naht, die Diskussionen werden schärfer. Derzeit im Blickpunkt des gesundheitspolitischen Geschehens: Die Homöopathie als Kassenleistung? Sinnvoll oder alles nur Hokuspokus? Im Spiegel gehts hier deftig zur Sache (Tausendmal gerührt). In England wurde das Thema bereits humorvoll aufgearbeitet (Youtube: Homeopathic A&E). Wie leite ich jetzt aber bloß zu Martin der Tierarzt über?
Dr.Vuvuzela berichtete mir heute via Mail:
Für mich jetzt schon das Wort bzw. der Gegenstand des Jahres 2010: Die Vuvuzela, dieses laute trötenartige Anfeuerungsgerät, bei uns bekannt geworden durch die diesjährige Fußball-WM in Südafrika. Unbekannt hierzulande hingegen ist der gleichnamige Mannschaftsarzt eines nicht näher bezeichneten teilnehmenden Teams. Aus Diskretionsgründen möchte der mir bekannte Mediziner und auch die Mannschaft selbst anonym bleiben. Dies respektiere ich natürlich. Ich werde hier gelegentlich über seinen Alltag bei der WM berichten.
Mit Michelle und Hajo läuft es gut. Seit ihrem letzten Date im Zoo sind sie ein Herz und eine Seele. Sieht die Soap nach einem Happy-End aus? Warten wir es ab. (weiterlesen…)
Michelle und Hajo hatten sich zu einem Date im Zoo verabredet. Die hübsche Schwesternschülerin schwebt also auf unseren Stationshelden zu und kann es wohl kaum erwarten mit ihm einen Tag im Zoo zu verbringen. (weiterlesen…)
Martin hat einen schweren Tag vor sich, in dem Stall eines Klienten greift der unbeliebte Schweinevirus seit einiger Zeit um sich. Kein Tierarzt erklärt sich bereit, diese Tiere zu behandeln, die Panik vor dieser Erkrankung ist einfach zu gross. Doch Martin kennt keine Angst, er zieht sich über seinen MP3-Player noch den “Noro Virus Song” und “MRSA-Song” von Monsterdoc rein, dann ist er bereit.
Nun, der Ärztemangel schreitet immer weiter voran. Was bleibt da den Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen anderes übrig, als nun auch Tierärzte zum Notdienst heranzuziehen. Hier ist die (fast) wahre Geschichte von Martin und seinem ersten Dienst.
Nach der kleinen Auseinandersetzung mit einem Patienten in der Ambulanz, ist Hajo irgendwie gut drauf. Nicht wegen der rohen stationären Gewalt, sondern wegen des Heldentums, da er ja bekanntlich “seine” Michelle wieder ein Stück zurückerobern konnte.
Eigentlich wollte ich die Fortsetzung von Schlägerei im Dienst bereits am Dienstag bringen, denn Dienstag ist bekanntlich Hajo-Tag. Aber da kam das Musik-Video dazwischen. Dann noch ein Notarzteinsatz, das Erdbeben und schliesslich der Blizzard …, egal. Mitten ins wilde Geschehen auf Station zurück: Hajo ist in eine Schlägerei mit einem Patienten verwickelt.
Nachdem Hajo umgezogen ist, fühlt er sich irgendwie ausgeglichen und ruhig. Trotz der regelmässigen, lauten Studentenpartys kann er besser schlafen als in seiner alten Wohnung. Und bessere Träume hat er auch. Und so schlendert er eines morgens pfeifend (ich mag keine pfeifenden Leute) in die Klinik. Hajo hört auf mit Pfeifen, kann er meine Gedanken lesen?
Hajo ist nicht mehr zufrieden mit seiner Wohnung, zu teuer, oft einsam. Warum also nicht wieder in einer WG wohnen, so wie früher in der Studentenzeit? Er ist doch noch jung und unverbraucht und kann so was ab. Wie es der Zufall so will kennt sein Kollege einen Informatikstudenten: Tom. Dieser wohnt in der Altstadt in einer Wohngemeinschaft, einer 5-Zimmer-Wohnung. Dort wohnt noch Leila, eine verträumte Kunststudentin. Eben ist ein Zimmer frei geworden. Hajo schlägt zu.
Wie bereits angekündigt, ist ab jetzt jeden Dienstag “Hajo-Tag”. Die Soap geht also heute weiter in die 8.Runde. Was bisher geschah: blablablah und nochmals blablahblah. Viel geredet wurde ja bisher nicht, denn für einen strammen Chirurgen, wie Hajo einer sein will, gilt: Schweigen ist Gold. Bücher kennen Chirurgen nur vom Fernsehen her. Doch das soll sich nun ändern.
Und so kommt es, wie es kommen muss. Auch unser allseits beliebter Stationsarzt Hajo muss die Weiterbildung zum notbedürftigen Arzt leisten. Das bedeutet neben dem normalen Klinik-Alltag zusätzlich Fortbildungen, Einsätze auf der Intensivstation und Mitfahren bei gefährlichen Notarzteinsätzen.
Das letzte Date von unserem Hajo ist ja ziemlich in die Hosen gegangen. Aber macht nichts, es gibt für fast alles eine zweite Chance. So verbringt er also das wohlverdiente freie Wochenende zunächst einmal alleine gemütlich auf seinem Gebrauchtsofa und zappt so durch die Einschlafhilfen-Kanäle. Da klingelt plötzlich das Telefon, es ist Michelle…
Hajo hat also sein erstes Date, und wer hätte es gedacht, … mit einer Schwesternschülerin. Doch wer ihn kennt, weiss, dass er kein Fettnäpfchen auslässt. Da könnte es dann doch etwas kritisch werden …
Jeden Morgen aufstehen, jeden Tag malochen von morgens bis abends. Ja, das ist der Inhalt des medizinisch-menschlichen Daseins von unserem Hajo. Etwas müde wirkt er, aber sehr entschlossen und begeistert. Doch an diesem Tage sollte es ganz dicke kommen. Seine erste alleinige Operation steht an …
Unser Hajo ist nun seit einigen Wochen in einer chirurgischen, auf Knochen ausgerichteten, Abteilung, einer von vielen Assistenzärzten. Er will sein Bestes geben, doch wie sagt schon das alte schottische Sprichwort: Versagen ist des Könnens Anfang, oder war es: Der Könner versagt im Anfang, oder der Anfänger versagt im Können, oder der Versager fängt am Anfang an? …
Hajos erster Tag in der neuen Klinik beginnt recht normal, wir erinnern uns: 2x in Pizza getreten, Schlüssel vergessen, Unterschenkelmuskulatur rechtsseitig stark beansprucht. Er gelangt trotz allem rechtzeitig auf Station und kann sich dort im Arztzimmer erst einmal umziehen. Arztkittel, weisse Hose, juhu, jetzt darf er diese Standesklamotten erstmalig mit gutem Gewissen tragen.
Hallo, ich möchte Ihnen kurz meinen Freund Hajo vorstellen, er ist Assistent in einer chirurgischen Abteilung eines mittelgrossen Krankenhauses in einer mittelmässig, mittelgrossen Stadt westlich des Rheins. Anfang des Jahres hat er dort angefangen und, was soll ich sagen, er tritt von einem Fettnäpfchen ins andere. Okay, das ist seine Art, ich kenne ihn schon aus frühster Jugend. Was er allerdings in dieser Zeit erlebt hat, ist einfach unglaublich und ich möchte, dass möglichst viele Medizininteressierte daran teilhaben können. Hier ist die Geschichte von Hajo, dem Stationsarzt.
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