Federkiel und ich haben den ganzen Vormittag mit Carlos am U-Boot geschuftet und die Einschüsse geflickt. Doch leider wurde bei dem Luftkampf gestern Nacht auch die Steuerung schwer beschädigt. Ich kenne mich da ja nicht so aus, aber Carlos meint, er bräuchte dringend ein Ersatzteil um das U-Boot wieder einsatztauglich zu bekommen. Ich vermute übrigens sehr stark, dass die vermeintlichen Flugzeughologramme doch echt waren … (GAHLs)
Es muss also jemand heute nachmittag mit dem Helikopter nach Guam zurückfliegen und das Ersatzteil besorgen. Auf der Andersen Airforce Base gibt es ein riesiges Lager, dort gibt es sowas. Carlos, der Cheffe und ich können allerdings nicht mitfliegen, da wir noch mit Reparaturen am Flugzeugträger zu tun haben. Auch hier gibt es Schäden … der Radar z.B. arbeitet nicht zuverlässig.
Wer würde fliegen?
Der/die- oder diejenigen sollte(n) spätestens um 20.30 Uhr zurückkommen, damit Carlos das Ersatzteil einbauen kann. Wir müssen (!) heute nacht noch einen ersten Tauchgang unternehmen. Die Zeit läuft uns davon …
Übrigens hat Kat der MG-11 Expedition einen Button gestiftet. Cheffe hat ihn gleich in der Sidebar und im Leitartikel eingebaut. Super, danke …
Was für ein Tag gestern. Wir konnten tatsächlich den Zeitplan einhalten und brachten das Baby von Carlos (U-Boot) sicher per Helikopter auf den Flugzeugträger. Ja, es ist nun soweit. Seit gestern abend 22 Uhr befinden wir uns exakt über dem Witjastief (11.034m), also der tiefsten Stelle Weltmeeres.
Bei dem Gedanken zucke ich zusammen. Mir geht es gut. Okay, ich bin gestern am Steuer des Helikopters kurz zusammengebrochen, und, okay, N8engel und der Cheffe haben per Taschen-CT angeblich eine Subarachnoidalblutung bei mir festgestellt, aber hey, es geht mir gut. Das Gerät ist sicher technisch noch nicht ausgereift …
Wie geht es nun weiter? Klare Sache … wir müssen heute vormittag erstmal das U-Boot durchchecken. Bei dem hektischen Transport könnte es ein paar Schäden gegeben haben. Und dann müssen wir sobald es geht in die Tiefe, runter ins Schwarz …
Außerdem müssen wir immer auf der Hut sein. Die GAHLs könnten jederzeit einen Luft-See-Angriff starte. Oder gibt es doch einen Maulwurf im Team? Diese Frage beunruhigt mich, denn ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen. Aber warum klebt uns die GAHL trotz aller Täuschungsmanöver immer am Hacken?
Ein wunderschöner Morgen beginnt, mitten auf hoher See ….
Wir haben nun unsere komplette Ausrüstung zusammengepackt und sind zur Andersen Airforce Base gefahren. Es erfolgen die üblichen militärischen Kontrollen. Ich habe einen Passierschein von Henry dabei. Alles klappt wie am Schnürchen. Eine Lizenz zum Helikopterfliegen will allerdings niemand sehen. Zum Glück, denn ich bin allenfalls passionierter Konsolenpilot. In Papua-Neuguinea bin ich aber ein paar Mal Hubi geflogen, mit gutem Erfolg wie ich finde. Nebenbei bemerkt war ich früher Zivildienstleistender …

Bild: Aircraft_Helicopter_SH-60_Seahawk_with_amphibiou s_assault_ship_USS_Iwo_Jima_alongside von Mashleymorgen auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
Ich begrüße Euch zur zweiten offiziellen Expeditionsbesprechung. Gestern abend kam es unglücklicherweise zu einem Zwischenfall. Ich meine jetzt aber nicht die fast komplette Zerstörung der Hafenanlage, sondern die Rechnung, die ich vorhin auf mein Zimmer geliefert bekam. Da stand:
Mit einem enormen Schädeldruck erwache ich heute morgen. Es ist tropisch warm, ich schwitze und die halbe Insel scheint schon auf den Beinen zu sein. Löschhubschrauber der Feuerwehr verursachen einen großen Lärm. Am Horizont verdecken monströse Rauchschwaden die aufgehende Sonne … was war passiert?
Ich bins, Euer Chefarzt, und mir wäre es viel lieber, dass ich hier nicht schreiben müsste … es ist etwas Furchtbares passiert. Doch eins nach dem anderen.
Håfa adai! Ich hoffe ihr hattet einen angenehmen Vormittag. Ich selbst war bei der örtlichen Polizei und habe den Fall Fluffy geschildert. Hendrik hatte zuvor auch mit denen telefoniert. Irgendwie wurden wir aber nicht wirklich ernst genommen. Baumkängurus werden wohl nur auf Papua-Neuguinea als vollwertige Bürger akzeptiert … auf jeden Fall haben die von den GAHL noch nie etwas gehört. Wir sollten uns also nur auf uns selbst verlassen … so wie immer eben …
Außerdem habe ich mit Carlos telefoniert. Er meint auch, dass es besser sei, im Schutze der Dunkelheit zu tauchen. Im Grunde ist es ja egal, denn ab 200m Tiefe ist sowieso alles schwarz. Mit den Behörden ist auch alles abgeklärt … wir haben Taucherlaubnis im Witjastief ….
Heute abend 20.30 Uhr treffen wir uns also in Apra Harbor. Dort ist die Tauchschule von Carlos und seine Boote … wir werden einen ersten Tauchgang mit dem U-Boot unternehmen … ich bin sowas von nervös …
Wie siehts bei Euch aus?
Håfa adai! und Buenas días. Ein wunderbarer Tag beginnt hier in Guam, schon morgens haben wir über 20 Grad, Sonnenschein. Die Expeditionsteilnehmer der MG11 sind alle heil auf der Insel angekommen. Die Nacht im Hotel Tropical Island Dream war ruhig. Gestern abend gab es ein reichhaltiges Menü mit sämtlichen Spezialitäten der Insel (auch Betel Nuts) inklusive eines wunderbar zubereiteten Kugelfisches von Mutze. Sie ist übrigens schon seit Längerem im Besitz eines entsprechenden Zertifikates dafür.
Der Vormittag kann von Jedem frei genutzt werden. Geht Schwimmen, Schnorcheln, die Insel besichtigen, was immer ihr wollt. Denkt aber bitte dran: Um 13.30 Uhr findet im Konferenzraum hier im Hotel die Einsatzbesprechung statt. Die MG11-Expedition kann nun heute offiziell beginnen …

Bild: Guam von DuReMi auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
Nachdem das MG11 Team gestern in Frankfurt gestartet war, kommen diese nun nach ihrer Zwischenlandung in Tokio auf die Minute genau in Guam an. Federkiel, Elena und ich erwarten sie ungeduldig an der Andersen Air Force Base. Da erkenne ich die C-17 im tropischen Abendhimmel. Der angekündigte Taifun hatte glücklicherweise nicht zugeschlagen, es herrschen immer noch kuschlige 24 Grad auf der Insel. (weiterlesen …)
Nach einem ruhigen Flug landen wir pünktlich um 12 Uhr in Tokio. Was für eine Stadt … Bislang gab es keine Vorkommnisse. Henry hat alles im Griff. Der vermeintliche Flieger, den ich heute Nacht gesehen habe war (glücklicherweise) eine Einbildung. Die Militärmaschine C-17 der US Air Force bietet schon einen prima Komfort wie Whirlpool, Küche und German-TV. Sogar einen Fitnessraum gibt es.
Aufenthalt in Tokio sind 4 Stunden. Entfernt Euch bitte nicht allzu weit vom Flughafen. Pünktlich um 16 Uhr geht es weiter in Richtung Guam, wo wir dann um ca. 20 Uhr eintreffen werden … die Vorfreude wächst …
Seid ihr gut am Flughafen angekommen? Dann kann das Abenteuer beginnen …
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Das Herz schlägt auf 180 unregelmäßig, der Blutdruck steigt in die hypertensive Krise, der Kopf hämmert wie ein Presslufthammer, der Magen ist flau und sauer, die Beine versagen, die Nebennieren arbeiten auf Hochtouren, Adrenalin und Cortisol verändern den Körper und bringen ihn ans Limit. Der Geist ist hellwach, nervös und bereit, bereit alles zu geben und noch mehr für eine einzige Sache …
Jetzt wirds ernst. Am Samstag gehts los in unser drittes Abenteuer. Nach dem Mount Everest, Papua-Neuguinea werden wir nun den Marianengraben rocken und versuchen einen neuen Tiefenrekord mit dem U-Boot aufzustellen. Immerhin ist dieser seit 50 (!) Jahren ungeschlagen. Höchste Zeit für eine Veränderung.

Bild: Expedition to the Deep Slope 2006: May 31 Log von NOAA Ocean Explorer auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
Hallo Leute, tut mir echt leid, dass ich länger nicht mehr anwesend war, aber ich hatte viel mit den technischen Vorbereitungen für die MG11 zu tun. Vorarlberg ist ja auch so weit vom Bodensee entfernt … Leider hat mir der Cheffe letzte Woche das Mini-U-Boot zerlegt. Na gut, ich habe es Carlos bereits gebeichtet. Heute stehen medizinische Übungen an. Ich habe hier einen kleinen Notarztkoffer am Start, mit dem werden wir einige Sachen anstellen. Außerdem habe ich Übungspuppen für die Reanimation dabei. Auch einen Defi … also bitte Vorsicht …
Der Cheffe lässt sich heute übrigens entschuldigen. Er weilt seit letzter Woche in München. Scheint wohl irgendwas Wichtiges zu sein, Nähreres weiß ich aber nicht. Schöne Grüße soll ich auch von Elena ausrichten … sie wird mit mir … äh … schon etwas früher nach Guam fliegen. Also teilt euch schon mal in Gruppen auf und dann gehts los an die Puppen …
Puh, ich komme heute etwas spät an den Strand, aber ich musste noch eine Runde Golf mit angehenden Schönheitschirurgen spielen. Ein schöner Sport und so erschwinglich … Schön, dass ihr wieder da seid. Heute kann ich euch stolz ein Mini-U-Boot vorstellen, dass mir ein entfernter Freund von Carlos zur Verfügung gestellt hat. Es ist nur für 2 Personen konzipiert und kann immerhin bis auf 50m Tiefe gehen … Also, lasst heute eure Sauerstoffflaschen stehen und schaut euch dieses Wunderwerk der Technik an. Ähnliche Technik wird das Marianen-U-Boot bieten …
Und wieder ist eine Woche vergangen. Das Team MG11 trifft sich erneut zum Tauchen im schönen Bodensee. Doch heute benötigen wir keine Sauerstoffflaschen, denn unser Tauchlehrer hat dieses Mal ein recht herbes Training vorgesehen: Apnoetauchen. Um nochmals auf die Gefahren des Wassersports hinzuweisen, lest zunächst bitte den Artikel über Sommersportarten.
Wie wird es ablaufen? Tauchlehrer Martin hat ein Drahtseil im Grund des Sees verankert. Das obere Ende ist am Boot befestigt. Die Länge beträgt ca.25 Meter. Unsere Aufgabe wird es heute sein, so tief wie möglich hinunter zu gelangen. Alle 5 Meter ist eine rote Markierung. Flossen sind erlaubt. Bitte haltet euch stets in der Nähe des Seils auf. Das wäre nicht das erste Mal, dass ein Taucher die Orientierung im Wasser verliert und nicht mehr weiß wo oben und unten ist. Los gehts.
Die Nächte werden zunehmend kälter, obwohl die Tage sommerlich warm sind. Schön, dass wir uns wieder zum Tauchen hier am schönen Bodensee treffen können. Stolz kann ich 2 neue Mitglieder der MG11-Expedition vorstellen: Die Mutze – Altenpflegerin, Küchenleitung und Kat - die Blogprinzessin (siehe: Der Leitartikel). Sogleich werden wir die von DieMutze handgenähten Thermotauchanzüge anprobieren. Und los gehts. Unser Tauchlehrer hat wieder einige fiese Übungen für uns vorbereitet. Alle, die letzten Donnerstag übrigens nicht beim Basadai-Klaustrophobietraining dabei waren, haben definitiv etwas verpasst.
Im Moment treffe ich mich gerade mit einigen Expeditionsteilnehmern der Marianengraben-Mission 2011 am schönen Bodensee. Es ist dunkel und langsam richtig kalt. Ein Lagerfeuerchen brennt am Kieselstrand. Der Wind weist uns den Weg zum Herbst und Winter. Genau richtig zur Vorbereitung auf die Tiefsee. Ich habe gehört, dass Forscher die Farbe schwarz neu definiert haben: Tiefseeschwarz. Schwärzer gehts nicht.
Ich habe eine Kollektion von Taucheranzügen besorgt und hoffe, dass wir ordentlich eingelernt werden. Martin, übrigens ein Veterinärmediziner, ist unser Tauchlehrer. Wir wollen uns nun jeden Dienstagabend hier treffen. Nachdem wir eine Einführung in die Technik bekommen haben, gehts nun gleich los: In die Tiefen des Bodensees. Unheimlich irgendwie. Kommt ihr mit?
Lieber Patient, lieber Leser, ich melde mich heute direkt aus meiner Praxis in Stuttgart. Heute habe ich immerhin 25 Patienten mit typischen Blogger und Online-Erkrankungen behandelt. Und ich muss sagen, es ist beunruhigend, wie diese Krankheiten auf dem Vormarsch sind. Aber ich ja eine echte Expertin dafür. Danke nochmals an den Chefarzt, der mir hier eine kleine Rubrik eingeräumt hat. Ich hoffe natürlich auf eine baldige eigene Kategorie in der Sidebar. Doch nun zur Sprechstunde.
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