Das Projekt Papua-Neuguinea wäre somit abgeschlossen. 2 Wochen kurzzeitiger Ausnahmezustand mit Regenwald-Design auf Monsterdoc.de. Wie kam das? Einige von euch werden sich noch an die Mount-Everest Expedition im April/Mai 2010 erinnern. Die damalige Hauptfigur Hajo (alias Hajo, der Stationsarzt) wurde bedrängt eine weitere virtuelle Expedition zu unternehmen. Ich überlegte lange, wo es diesmal hingehen sollte. Es sollte heiß und tropisch sein, also bot sich Papua-Neuguinea an. Im Sommerurlaub verschlang ich multiple (Survival-)Bücher über dieses faszinierende Land …
Monsterdoc – Papua-Neuguinea
Ein wildes Abenteuer ist zu Ende gegangen. Ich kann nicht glauben, dass es nur 16 Tage gedauert hat. 2 Wochen Kampf ums Überleben …. das PNG-Survival-Team hat es geschafft, wir haben die Carstensz-Pyramide in West-Neuguinea bestiegen, Flugzeugabstürze überlebt, Geiselbefreiungsaktionen durchgeführt, Hubschrauber und Flugzeuge in die Luft gejagt, Schlangen roh gegessen, Polytraumen durchgestanden und vor allem die GAHL in Neuguinea besiegt.
Schön, dass ihr euch alle im schönen Ballsaal des Tree Kangaroo Royal Beach Hotel versammelt habt. Ein wunderschöner Abend in Port Numbay, der Hauptstadt von West-Neuguinea kann beginnen. Tja, ein interessantes Abenteuer geht heute zu Ende.

Von der Höhle zum Landungsstrip
Trotz der ruhigen Nacht in der Höhle (wir patrouillierten die ganze Zeit in den Bäumen) waren unsere Menschen am nächsten Morgen müde und kamen nicht richtig in Gang. Man merkt halt doch, dass sie keine Dschungelbewohner sind. Flauschi und Fluffy legten zur Motivation ein paar akrobatische Einlagen hin, aber auch das brachte die Zweibeiner nicht in Gang.
Gut Moning. Die Nacht war ohne spezielle Vorkommnisse. Ich nahm allerdings gelegentlich eigenartigste Geräusche war. Einmal meinte ich ziemlich sicher, einen Helikopter in der Ferne zu hören. Mmhhh ….
Wieder den ganzen Tag durch den Dschungel gelaufen, wieder Regen, wieder drückende Hitze. Orientierungslos wie unser Team war, folgte es den Männern der Gani. Und das war auch gut so. Denn tatsächlich gelangten wir am frühen Abend an einen abenteuerlich wirkenden Landungsstrip für Kleinflugzeuge. Hatten wir es wirklich geschafft? Oder sollten wir hier eine böse Überraschung erleben?
Den Stützpunkt der GAHL haben wir in die Luft gejagt. Welch ein Feuerwerk, danke Timo. Doch leider mussten wir Hals über Kopf in den Dschungel türmen, da uns 3 Helikopter auf den Fersen waren. Glücklicherweise kannten die Ganileute eine nahgelegene Höhle. Dort richteten wir unser Schlaflager ein, die Nacht verlief ohne Vorkommnisse.
Den ganzen Tag waren wir gelaufen, die Beine fühlten sich mittlerweile wie leere Hülsen an. Alles war vom Regen durchweicht, die Hitze drückte. Und die Männer vom Stamm der Gani, die übrigens mit Speeren, Messern und Macheten bewaffnet waren, begleiteten uns Stunde um Stunde durch das dichte Gestrüpp. Dann blieben sie plötzlich stehen und machten hektische Handbewegungen.
Ich habe die ganze Nacht kein Auge zugetan. Hatte ich doch den Teilnehmern versprochen auf die Hütte mit den Baumkängurus aufzupassen. Das Feuer loderte und ich unterhielt mich stundenlang mit Nesse und dem Dorfvorsteher. Es war höchst interessant.
Vom Dschungel ins Verbotene Land
Die Wachen leisteten ganze Arbeit, nichts außer dem lautstarken Knabbern von gegrillten Riesenameisen störte die Nachtruhe. Flauschi, die Frühaufsteherin, half dann Chefarzt, Asem und Nesse, die Floße zu Ende zu bauen. Fluffy, Stinky, Freddi und ein Paar Menschen sammelten Früchte. Chefarzt hatte noch Kaffee gefunden – ein königliches Frühstück.
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Den Wasserfall runterspringen !!! Wuhuuu !!!

Bild: Vencejo Waterfall von sumurai 8 auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
Und direkt in die Forbidden Area …
Dies ist unser dritter Dschungeltag. Es war sehr beschwerlich und mittlerweile schwülwarm geworden. Hajo hat endlich abgefiebert, allen anderen ging es den Umständen entsprechend gut. Glücklicherweise konnten wir uns gestern abend so richtig die Mägen mit Kroko, Beutelratten, Fischen, Ameisen, Sago und Bananen vollschlagen. Das tat gut. Die 3 Floße habe ich heute morgen mit Asem, Nesse und Flauschi zu Ende gebaut.
Von der Carstensz-Pyramide in den Dschungel
Die Nacht war kalt, und wir drängten uns alle dicht zusammen, um nicht zu sehr zu frieren. Am nächsten Morgen suchten wir durch den Schutt im Basecamp, doch es fand sich nichts Brauchbares. Wir hatten nur noch das, was in Beuteln oder am Körper war. Alles andere – verbrannt.
Ihr wundert euch vielleicht, dass ich, Chefarzt, heute schreibe. Aber Hajo fiebert seit gestern abend gehörig an, vielleicht Malaria? Elena hat ihm kühle Wadenwickel verabreicht. Kalt war es aber eigentlich sowieso die ganze Nacht. Medikamente haben wir nicht. Wir sind alle ganz klamm, haben aber durch den Tau wiederum Wasser gewinnen können. Gestern gab es zum Abendessen Schlange, Kakerlaken, Maden, Blätter und Bananen. Die Dschungendepression griff um sich. Basadai, Mario und ich versuchten das Team bei der Stange zu halten …
“Aufstehen! Menschen und Baumkängurus! Glut im ausgehöhlten Baumstamm und Wasser in Plastiktüte mitnehmen! Wir brechen auf. Gegen Mittag werden wir den Regenwald erreichen, dann wird es euch schon warm werden! Dort gibts dann sicher auch mehr Nahrungsmittel! Los!”
Wir sind den ganzen Tag gelaufen, gelaufen, monoton, ein Schritt nach dem anderen gesetzt. Die Gedanken drehten sich im Kreis. Nesse mit Kompass und Ortswissen voraus. Es war immer noch kalt, wir waren noch nicht sonderlich weit gekommen. Am späten Nachmittag kamen wir dann in eine Gegend mit einem Wassertümpel, kleinen Bäumen und Sträuchern, der Boden war sumpfig.
Der tolle Gipfelerfolg, dann der Schock. Das Basislager lag in Schutt und Asche, alles was wir besaßen war verbrannt. Unser Hubschrauber weg. Uns blieb lediglich unsere eigene Haut, mein Rucksack mit wenig medizinischer Ausrüstung und Basadais Machete. Die Verletzungen der Bergsteiger waren glücklicherweise nicht dramatisch, ein paar Brand- und Schnittwunden. Die Nacht in einem improvisierten Lager aus Schutt verlief ohne Vorkommnisse, ich hielt Wache.
Besteigung der Carstensz-Pyramide
Der Tag verging schnell mit den Vorbereitungen für den Weltrekord – Besteigung der Carstensz-Pyramide bei Nacht in 45 Minuten. Den meisten machte das ein bisschen Angst, einige wollten sich sogar drücken, aber uns konnte das nicht erschüttern. Wir waren alle fit!
Wir haben es geschafft: World Record in Nightspeedclimbing with Tree Kangaroos
Heute nachmittag sind die Filmprofis Schielberg und Mauro exklusiv für den Gipfelsturm und Rekordversuch des PNG-Survival-Team zur Carstensz-Pyramide in Westpapua angereist. Die Bergsteiger-Herren sollen Brillen, die Damen Blumen und die Kängurus Stirnbänder mit Mikrokameras tragen. Natürlich werden auch Minimikrofone benötigt.
Im Base Camp an der Carstensz-Pyramide
Elena entführt, alle in heller Aufregung. Die Forderung der GAHL:
Alle Blogger im PNG-Survival-Team sollen ihre Schreibaktivitäten mit sofortiger Wirkung einstellen, dann wird Elena freigelassen. Ultimatum bis heute Abend 21 Uhr.
Natürlich wollten wir nicht nachgeben!
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