Einige Patienten benutzen bereits die brandneue elektronische Gesundheitskarte. Auf diesem neuen Wunderding sind nach der Einschätzung mancher bereits Notfall-Krankendaten, Blutgruppe, Allergiepass, Operationen, Röntgenbilder und Medikamentenplan gespeichert. Leider falsch. Auf der Ecard befinden sich lediglich die Adresse und das Geburtsdatum, wie ich hier berichtete. Enttäuscht? Na gut, eine Kleinigkeit hatte ich vergessen: Den neuen Ecard Trojaner (siehe Ärztezeitung 12.10.11).
Unzählige Jahre, Millionen Euro und Datenschutzunsicherheiten später. Ich kann es eigentlich immer noch nicht fassen: Ab nächster Woche könnten die ersten elektronischen Gesundheitskarten in deutschen Arztpraxen auftauchen (tagesschau.de 28.9.11). Gut, wenn der Doktor dann überhaupt ein entsprechendes neues Terminal hat um diese einzulesen. Tipp: Lieber die alte Karte mal sicherheitshalber mitbringen. Was ändert sich denn überhaupt mit der eCard?
Nach der äußerst erfolgreichen gestrigen Klassenarbeit in Notfallmedizin, muss ich mein Versprechen einlösen und allen erfolgreichen Schülern einen Artikel nach Wahl schenken. Habt ihr denn überhaupt Wünsche? Oder seid ihr wunschlos glücklich?
Außerdem können die Besten sofort auf der Rettungswache anfangen. Bedenken? Dann sicherheitshalber nochmal den Crash-Kurz-Notarzt reinziehen. Wir sehen uns.
Aus aktuellem Anlass bitte den kritischen Artikel zur elektronischen Gesundheitskarte bei DocBlog beachten.
Am 1. April 2011 wird es ernst, nach … 5 Jahren Verzögerung soll nun endlich die elektronische Gesundheitskarte (ecard) eingeführt werden (Ärztezeitung 17.2.11). Die von Rückschlägen und Aussichtslosigkeit gezeichnete Karte, die unter den Ärzten sehr umstritten ist, war schon desöfteren Diskussions-Thema auf diesem Blog (Diskussion am Freitag 04/2010).
Wer wissen will, was man mit der Ecard alles machen kann, sollte sich bei unserem Gesundheitsminister mal schlau machen (bmg.bund.de). Was haltet ihr von der Karte? Längst überfällige Vereinfachung der medizinischen Abläufe in Klinik und Praxis oder datenschutzrechtlich bedenkliche überflüssige Plastikkarte?
Bereits Anfang 2006 sollte die elektronische Gesundheitskarte kommen. Es vergeht nun Jahr um Jahr und so langsam scheint es, dass das Kärtchen in einer Sackgasse angelangt ist. Mittlerweile sehen selbst Krankenkassenchefs keine Zukunft mehr (Ärztezeitung 13.04.10). Wer nicht mehr genau weiß, was die Krankheitskarte eigentlich ist kann es hier nachlesen.
Was meint Ihr? Innovation mit gespeicherten Krankheitsdaten und elektronischem Rezept oder teurer datenschutzrechtlich bedenklicher Flop?
Eigentlich keine besondere Meldung. Mal wieder fallen sensible Dinge in die falschen Hände. Nur handelt es sich diesmal nicht um Telefonnummern, Kreditkarten sondern um medizinische Daten. (Das Ärzteblatt berichtet). Es könnten 1,5 Millionen Versicherte der BKK Gesundheit betroffen sein. Ungelernte Hilfskräfte eines angeheuerten Subunternehmens konnten anscheinend diese Daten von privaten Rechnern abrufen. Von Erpressung ist die Rede …
Der Roll-Out (tolles Wort übrigens!) der elektronischen Gesundheitskarte verzögert sich und verzögert sich. Bald glaube ich irgendwie nicht mehr dran. (siehe: Elektronische Gesundheitskarte vor dem Aus?) Dabei kann ich es doch gar nicht erwarten, endlich doppelte (unbezahlte) Schichten zum Wohle der medizinischen Datenspeicherung auf Zentralservern zu leisten. is aber zur Zeit nich. Daher bleibt mir nur eins: auf Google Health auszuweichen.
Kaum ein Plastikteil hat in den vergangenen Jahren die Gemüter der Ärzte, Patienten und Datenschützer derartig erhitzt wie die elektronische Gesundheitskarte. Sollte doch alles zum Wohle der Gesundheit damit vereinfacht werden.
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