Täglich sterben Patienten in deutschen Krankenhäusern infolge von Infektionen mit Problemkeimen (siehe: Spiegel.de 30.10.2010). Hygieneskandale häufen sich. Interessanterweise haben die Holländer MRSA & Co gut im Griff. Warum? Sind wir in Deutschland so nachlässig, ist unser Gesundheitssystem doch so marode?
Tatsache ist: Hier muss dringend was passieren. Ein vernünftiges Hygienemanagement und standardisierte Abläufe müssen eingeführt werden. Das Bewusstsein muss beim Einzelnen geschärft werden. Mal wieder müssen wir eingestehen: In diesem Punkt sind die Deutschen europaweit nur Mittelmaß, wenn überhaupt.
MRSA & Schmodderkollegen sind ernst zu nehmen. Die Resistenzen nehmen zu. Wie seht ihr das Hygieneproblem?
Schon mal beim Arzt gewesen, und anschließend mit einem IGEL nach Hause gegangen? Nein? IGEL sind doch diese Selbstzahlleistungen, die zunehmend von Ärzten überall angeboten werden.
Heute möchte ich darüber diskutieren, ob diese Leistungen für Patienten sinnvoll zur Ergänzung sind oder ob das Ganze reine Geldmache für die Medizinertaschen ist. Wurden euch schon einmal IGEL angeboten? Wenn ja, welche, und habt Ihr diese in Anspruch genommen?
In Deutschland wird wieder zuviel krankgeschrieben. Dieses schadet der Gesundheit Wirtschaft. Höchste Zeit also wieder einmal darüber nachzudenken, wie man das unterbinden kann. FDP-Politiker fordern aktuell die Einführung sogenannter Karenztage (siehe: welt.de 4.1.11). Sprich: Ein, zwei oder drei unbezahlte Krankheitstage im Jahr. So ist das übrigens auch international üblich.
Unsinniger “krankmachender” Vorschlag oder probate Maßnahme um “Krankmacher” herauszufiltern?
Siegfried Spernau, seines Zeichens Hausarzt in Neu-Isenburg, wurde von der KV Hessen zu einer Zahlung von 110.000 Euro verdonnert. Grund: Zu viele Patienten behandelt! Soweit so gut, doch seine Patienten konnten dies gar nicht begreifen, und gingen daher für ihren Hausarzt im Oktober 2010 auf die Straße (siehe Patienten Demo). Gegen den Bescheid von der KV hat Spernau Widerspruch eingelegt. Doch nicht nur das, er hinterfragt nun auch das ganze Vertragsarztsystem (Ärztezeitung 3.12.10).
Telemedizin (siehe: Wikipedia) ist das Thema der Zukunft. Ich hatte auch schon Visionen in diese Richtung (Zukunftsvision Hausarzt 2019). In Frankreich wird es angeblich schon nächstes Jahr die ersten Ferndiagnosen per Mausklick geben. (siehe: Orthopädische Nachrichten 27.10.) Markus machte mich auf diesen Artikel aufmerksam. Danke. Weitere Themenvorschläge nehme ich übrigens gerne an.
Wie genau mit Webcam und Untersuchungstools Diagnosen erstellt werden können ist mir allerdings noch etwas rätselhaft. Lunge abhören mit Webstethoskop, Bauch abtasten mit Webabdomentaster?
Was haltet ihr von diesem Trend? Braucht man irgendwann einmal vielleicht gar keine Arztpraxis mehr aufzusuchen?
Wir alle wollen gesund leben oder zumindest gesund sein. Da spielen natürlich die individuellen Lebens- und Krankheitsumstände eine große Rolle. Aber wir können auch selbst etwas für unser eigenes Wohlbefinden tun. Sport, gesunde Ernährung und positive Lebenseinstellung beispielsweise. Alles Schlagworte, die bei mir erstmal ein lockeres Gähnen hervorrufen. Und doch sollten wir darüber reden.
Was tut ihr aktiv für eure Gesundheit? Triathlon, Tontaubenschießen oder Eisdiät? Oder habt ihr dieses Thema gründlich satt?
Ärzte gehen mittlerweile auf die Straße und demonstrieren für bessere Gehälter, bessere Gesundheitspolitik. Sie stellen sich in weißen Kitteln vor den Reichstag, und … na ja, okay, ab und zu werden auch Demonstranten für solche Zwecke gekauft (Der Tagesspiegel Berlin 20.12.2006). Aber ansonsten sind es wirklich Mediziner, die Schilder und Parolen darbieten. Mir persönlich fehlen ja noch die gitarrenspielenden Kollegen in der Fußgängerzone. Das kommt sicher bald. Neu ist aber, dass Patienten für ihren Hausarzt auf die Straße gehen. So geschehen in Neu-Isenburg (Springermedizin.de 11.10.2010).
Hallo zusammen in der gemütlichen Freitagabendrunde. Zeit für eine kleine Diskussion. Heute spreche ich mal alle Soziale-Netzwerk-Geschädigten an (also 95% aller Leser?). Fakt ist es doch, dass sich Blogger, Twitterer, Surfer, Chatter, Facebooker und stille Beobachter viele Stunden täglich im Netz aufhalten. Doch das soll nicht das Thema sein. Wer übrigens wissen will, ob er Internetsüchtig ist, guckt mal hier: Die Internet Sucht.
Ich möchte von Euch heute wissen: Welche Aktivitäten im Netz bevorzugt ihr und vor allem wie verhaltet ihr Euch dabei? Benutzt Ihr einen Decknamen oder ist Euer Name echt? Seid Ihr wirklich die, die Ihr vorgebt zu sein? Verschwimmt manchmal Realität und Virtualität? Wie viel gebt Ihr von Euch preis?
Viele Fragen und ich hoffe natürlich auch auf viele Antworten …
Dass ein Profiradfahrer des Dopings überführt wird, ist mittlerweile so überraschend wie die zahlreichen Gesundheitsreformen, die gerade das Land überrollen. Und da aus der sogenannten Gesundheitspolitik derzeit ziemlich die Luft raus ist, diskutieren wir heute mal über Doping. Alberto Contador, mehrfacher Tour-de-France-Sieger, wurde jetzt aktuell positiv getestet. Angeblich sei ein verunreinigtes Stück Fleisch die Ursache gewesen … (oder doch die Zahnpasta?).
Aber meine Frage ist heute: Ist es Euch egal, ob Profisportler dopen (siehe: Song – der Dopingarzt) oder lässt Euch das nachts nicht mehr schlafen?
Im März diesen Jahres startete die Freitagsdiskussionsreihe. Zu Zeiten der ersten Auflage war unser aktueller Gesundheitsminister erst kurzzeitig im Amt, daher bezogen viele noch eine zurückhaltende und abwartende Position. Nun ist die Gesundheitsreform da, und viele fragen sich: War das (schon) alles? Oder: Wie geht es weiter?
Und nun zur Diskussionsfrage: Was bewirkte Dr.Rösler bislang? Visionär, Schaumschläger oder einfach Realist?
Nach 4 langen Wochen ist es endlich wieder soweit. Wir können am Freitag diskutieren. Heute gebe ich Euch einfach mal Raum um so richtig Dampf abzulassen. Ihr alle kennt/seid/wart/werdet/liebt/hasst Ärzte. Irgendwann braucht zwangsläufig jeder einmal einen Medizingelehrten im Leben. Doch gibt es hier durchaus negative Seiten. Also, raus damit: Was stört Euch an Ärzten im Allgemeinen? Oder konkret: Warum findet Ihr Euren Hausarzt/Facharzt doof? Ich mache solange mal Pause …
Im Januar 2010 gefiel mir die Zahl achtzehn ganz gut. Denn das ist die Anzahl der bundesdeutschen Arztbesuche pro Jahr pro Patient. Im Vergleich zu unseren Nachbarländern ist dies eklatant hoch. In Belgien sind es beispielsweise nur 6 Weißkittel-Audienzen. An was liegt es? Sind wir kränker oder jammerlappiger?
In Holland beispielsweise stellt der Hausarzt keine Krankmeldungen aus. Das verringert schon mal ordentliche Kontakte. Zudem ist die Auswahl an rezeptfreien Medikamenten wohl größer. Wieder weniger Bedarf an Druiden …
Was meint Ihr? Es ist zwar schon spät, aber wäre da nicht eine bundesdeutsche Anpassung an europäische Verhältnisse längst überfällig? Zusätzliches Stichwort “Eigenverantwortung”.
Ich schneide das Thema Kostendämpfung im Gesundheitswesen ja relativ selten an. Heute möchte ich jedoch darauf hinweisen, dass ich aus sicherer Quelle (Bildzeitung) weiß (siehe: Deutsches Ärzteblatt 6.8.10), dass aktuelle schwarz-gelbe Überlegungen dahin geben, dass man als gesetzlich versicherter Patient nach jedem Arztbesuch eine Rechung bekommen soll. 2 Prozent dieses Betrages sollen dann selbst abdrückt werden. Im Gegenzug bekommt man Schmankerl (Befreiung von Zusatzbeiträgen?) angeboten. Genauere Infos konnte ich nicht auftreiben. Aber prinzipiell ist diese “Idee” nichts Neues. Rechnung nach Arztbesuch –> an Arzt löhnen –> Kohle wird von Krankenkasse (teilweise) erstattet –> also wie bei Privatpatienten.
Was haltet Ihr von diesen Bestrebungen? Alter Hut, der längst überfällig ist? Unfassbare Kosten-Zumutung für Patienten und letztlich auch für Ärzte, die Bürofachkräfte einstellen müssen? Diskutieren wir …
Sport und eine ausgewogene Ernährung sind gesund, das wissen wir alle. Rauchen und viel Alkohol ist ungesund, auch das wissen wir. Über Ernährung, “Parkinson- und Rheumaprophylaxe” haben wir ja in letzter Zeit öfters diskutiert. Deshalb möchte ich einmal zum sportiven Thema überwechseln. Ich selbst übe bekanntlich den Triathlonsport aus, welchen ich natürlich ärztlich sehr empfehlen kann (siehe: Erkrankungen beim Triathlon). Aber jetzt seid Ihr an der Reihe.
Welche Sportarten übt Ihr aus? Und vor allem: Ist das gesundheitsförderlich? Und welche Verletzungen habt Ihr schon einmal dabei davongetragen?
Kostendämpfung ist das ewige Stichwort in der Gesundheitspolitik und überhaupt. Ein Thema beispielsweise wäre (aktuell vorgebracht vom Ressortleiter des Rettungsdienstes): Sollen betrunkene Menschen, die Kosten des Krankentransportes, Notarztes und der Klinik übernehmen? Wie sieht es aus mit Drogenintoxikationen? Folgeerkrankungen vom Rauchen? Das Ausüben von Risikosportarten? Alles schon im Gespräch gewesen. Wo verlaufen hier die Grenzen?
Diskutiert bitte mit: Soll bei bestimmten “Delikten” der Patient selbst zur Kasse gebeten werden?
Ein derzeit heiß diskutiertes Thema in der Gesundheitspolitik ist die Homöopathie. Der Spiegel berichtete unlängst ziemlich deutlich darüber. Ging es doch in erster Linie darum, Kosten im deutschen Gesundheitssystem zu dämpfen, wurde ein Erstattungsverbot seitens der Krankenkassen für Homöopathie-Kosten gefordert. In diesem Zuge ging es natürlich auch mal wieder darum, wie belegt denn der Nutzen dieser Medizin überhaupt sei. An handfesten Studien mangelt es bekanntlich, was aber keinesfalls eine Neuigkeit ist. Jetzt meine 2 Diskussionsfragen:
Die langersehnte Gesundheitsreform ist da. Wir warteten fast ein dreiviertel Jahr darauf. Doch halt, ist es wirklich eine Reform, wenn lediglich Beitragserhöhungen der gesetzlichen Krankenversicherungen durchgesetzt werden? Und hey, hatten wir nicht schon mal 15,5 Prozent? Kommt mir irgendwie bekannt vor. Und was ist eigentlich mit der Kopfpauschale?
Gesundheitsminister Philipp Rösler steht nach der Niederlage der deutschen Fußballmannschaft schlagartig wieder im Mittelpunkt der gesundheitspolitischen Bühne. Was haltet Ihr von dieser Reform? Beginn einer Sanierung oder Flickschusterei?
“Ärzte sind die Halbgötter in weiß”. Früher einmal. In Arztserien, die nach wie vor gerne und viel geguckt werden, sind sie es immer noch. Doch der Lack blättert insgesamt langsam. Jetzt gehen Ärzte auf die Straße und demonstrieren für mehr Kohle, ein riesiges Jammertal in der Medizin tut sich auf. Zu Recht? Kein Kommentar. Was mich heute für die Diskussion am Freitag interessiert:
Zieht Ihr Euch abends Ärzte- und Krankenhausserien rein? Und was haben diese Filme mit der Realität gemeinsam?
Vergleiche auch hier: Warum man Ärzte-Serien gucken sollte?
Gestern hat es mir leider nicht mehr zu einem Posting gereicht, da ich den ersten gemeinsamen Podcast mit der Kranken Schwester vorbereitete. Nur soviel: Es wird um Frauen-Krankheiten gehen, 3/4 des aufgenommenen Materials musste ich aufgrund Lachanfälle, Versprecher, Ausflügen in die Gefilde der Medizin, löschen. Morgen dazu mehr.
Mich schockiert neben der heutigen deutschen WM-Niederlage eine weitere Sache, der momentan allerdings gar keine so große Beachtung geschenkt wird. 3 Krankenkassen stehen kurz vor der Insolvenz (siehe Handelsblatt.com vom 15.06.2010). Auch die DAK scheint angeschlagen zu sein (siehe Krankenkassen.de). Setzt jetzt das große Kassensterben ein? War dies vorhersehbar? Im Februar 2009 bloggte ich “Gibt es bald eine Einheitskrankenkasse?”
Habt Ihr Bedenken bei Eurer Krankenkasse? Was passiert eigentlich, wenn ne Kasse pleite ist? Ist dies eine logische Entwicklung oder müssen wir uns fürchten?
Ich bin ja gerade nicht vor Ort in Deutschland, aber die Meldungen von den politischen Vorstößen unseres Gesundheitsministers Rösler dringen bis nach Tibet. Das Abschaffen des Numerus clausus könnte eine Antwort auf den Ärztemangel sein. Desweiteren will Rösler eine “Landarztquote” anregen. Wenn man sich also verpflichtet, später für einige Jahre als Landmediziner zu arbeiten, könnte man künftig leichter in das Medizinstudium gleiten.
Design von Perun modifiziert vom Chefarzt | expertenteam | impressum