Das Herz schlägt auf 180 unregelmäßig, der Blutdruck steigt in die hypertensive Krise, der Kopf hämmert wie ein Presslufthammer, der Magen ist flau und sauer, die Beine versagen, die Nebennieren arbeiten auf Hochtouren, Adrenalin und Cortisol verändern den Körper und bringen ihn ans Limit. Der Geist ist hellwach, nervös und bereit, bereit alles zu geben und noch mehr für eine einzige Sache …
Jetzt wirds ernst. Am Samstag gehts los in unser drittes Abenteuer. Nach dem Mount Everest, Papua-Neuguinea werden wir nun den Marianengraben rocken und versuchen einen neuen Tiefenrekord mit dem U-Boot aufzustellen. Immerhin ist dieser seit 50 (!) Jahren ungeschlagen. Höchste Zeit für eine Veränderung.

Bild: Expedition to the Deep Slope 2006: May 31 Log von NOAA Ocean Explorer auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
Hallo Leute, tut mir echt leid, dass ich länger nicht mehr anwesend war, aber ich hatte viel mit den technischen Vorbereitungen für die MG11 zu tun. Vorarlberg ist ja auch so weit vom Bodensee entfernt … Leider hat mir der Cheffe letzte Woche das Mini-U-Boot zerlegt. Na gut, ich habe es Carlos bereits gebeichtet. Heute stehen medizinische Übungen an. Ich habe hier einen kleinen Notarztkoffer am Start, mit dem werden wir einige Sachen anstellen. Außerdem habe ich Übungspuppen für die Reanimation dabei. Auch einen Defi … also bitte Vorsicht …
Der Cheffe lässt sich heute übrigens entschuldigen. Er weilt seit letzter Woche in München. Scheint wohl irgendwas Wichtiges zu sein, Nähreres weiß ich aber nicht. Schöne Grüße soll ich auch von Elena ausrichten … sie wird mit mir … äh … schon etwas früher nach Guam fliegen. Also teilt euch schon mal in Gruppen auf und dann gehts los an die Puppen …
Puh, ich komme heute etwas spät an den Strand, aber ich musste noch eine Runde Golf mit angehenden Schönheitschirurgen spielen. Ein schöner Sport und so erschwinglich … Schön, dass ihr wieder da seid. Heute kann ich euch stolz ein Mini-U-Boot vorstellen, dass mir ein entfernter Freund von Carlos zur Verfügung gestellt hat. Es ist nur für 2 Personen konzipiert und kann immerhin bis auf 50m Tiefe gehen … Also, lasst heute eure Sauerstoffflaschen stehen und schaut euch dieses Wunderwerk der Technik an. Ähnliche Technik wird das Marianen-U-Boot bieten …
Und wieder ist eine Woche vergangen. Das Team MG11 trifft sich erneut zum Tauchen im schönen Bodensee. Doch heute benötigen wir keine Sauerstoffflaschen, denn unser Tauchlehrer hat dieses Mal ein recht herbes Training vorgesehen: Apnoetauchen. Um nochmals auf die Gefahren des Wassersports hinzuweisen, lest zunächst bitte den Artikel über Sommersportarten.
Wie wird es ablaufen? Tauchlehrer Martin hat ein Drahtseil im Grund des Sees verankert. Das obere Ende ist am Boot befestigt. Die Länge beträgt ca.25 Meter. Unsere Aufgabe wird es heute sein, so tief wie möglich hinunter zu gelangen. Alle 5 Meter ist eine rote Markierung. Flossen sind erlaubt. Bitte haltet euch stets in der Nähe des Seils auf. Das wäre nicht das erste Mal, dass ein Taucher die Orientierung im Wasser verliert und nicht mehr weiß wo oben und unten ist. Los gehts.
Die Nächte werden zunehmend kälter, obwohl die Tage sommerlich warm sind. Schön, dass wir uns wieder zum Tauchen hier am schönen Bodensee treffen können. Stolz kann ich 2 neue Mitglieder der MG11-Expedition vorstellen: Die Mutze – Altenpflegerin, Küchenleitung und Kat - die Blogprinzessin (siehe: Der Leitartikel). Sogleich werden wir die von DieMutze handgenähten Thermotauchanzüge anprobieren. Und los gehts. Unser Tauchlehrer hat wieder einige fiese Übungen für uns vorbereitet. Alle, die letzten Donnerstag übrigens nicht beim Basadai-Klaustrophobietraining dabei waren, haben definitiv etwas verpasst.
Im Moment treffe ich mich gerade mit einigen Expeditionsteilnehmern der Marianengraben-Mission 2011 am schönen Bodensee. Es ist dunkel und langsam richtig kalt. Ein Lagerfeuerchen brennt am Kieselstrand. Der Wind weist uns den Weg zum Herbst und Winter. Genau richtig zur Vorbereitung auf die Tiefsee. Ich habe gehört, dass Forscher die Farbe schwarz neu definiert haben: Tiefseeschwarz. Schwärzer gehts nicht.
Ich habe eine Kollektion von Taucheranzügen besorgt und hoffe, dass wir ordentlich eingelernt werden. Martin, übrigens ein Veterinärmediziner, ist unser Tauchlehrer. Wir wollen uns nun jeden Dienstagabend hier treffen. Nachdem wir eine Einführung in die Technik bekommen haben, gehts nun gleich los: In die Tiefen des Bodensees. Unheimlich irgendwie. Kommt ihr mit?
Nur noch 2 Monate bis zum größten Tiefseeabenteuer aller Zeiten hier auf Monsterdoc (Die Einführung …). Soeben habe ich eine eigene Kategorie Marianengraben 2011 in der Sidebar rechts erstellt. Mir wird heißkalt. Vom 14.11.-20.11.2011 wird die MG11-Expedition versuchen einen neuen Tiefenrekord aufzustellen, im Marianengraben. Treffpunkt ist am 14.11. in Guam bei Carlos, unserem alten Bergsteigerkumpel, der wohl ein U-Boot organisiert hat. Hier der offizielle Gänsehaut-Trailer der Expedition.
Der offizielle MG11 Button von Kat:
Hallo Freunde, lange nichts mehr gehört. Naja, es ist eben so meine Art nach den Expeditionen einfach wieder unterzutauchen, also ob nichts gewesen wäre. Unser letztes Abenteuer ist auch schon wieder ein halbes Jahr her. Mann, wie die Zeit vergeht. Bei mir gibts natürlich viele Neuigkeiten, aber dazu später mehr. Habt ihr noch eure Baumkängurus? Für alle, die mich noch nicht kennen, hat der Chefarzt zum Abschluss des Papua-Neuguinea-Abenteuers ergreifende umschreibende Worte gefunden. Ach ja. Habt ihr eigentlich Lust auf ein neues Unternehmen?

Bild: Submarine von Napalm filled tires auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
Beim Twittern kommen einem bekanntlich die besten Ideen. Auslöser war dieses Mal das neu konstruierte Mini-U-Boot, das in die Tiefen des Meeres vordringen soll (siehe Spiegel.de). Mit Basadai, Federkiel und N8engel war das Thema rasch eröffnet. Nach dem Mount Everest und Papua-Neuguinea könnte die tiefste Tiefe im Ozean das Ziel der nächsten virtuellen Expedition auf Monsterdoc sein. (Um was gehts bei einer interaktiven virtuellen Expedition?)
Das Projekt Papua-Neuguinea wäre somit abgeschlossen. 2 Wochen kurzzeitiger Ausnahmezustand mit Regenwald-Design auf Monsterdoc.de. Wie kam das? Einige von euch werden sich noch an die Mount-Everest Expedition im April/Mai 2010 erinnern. Die damalige Hauptfigur Hajo (alias Hajo, der Stationsarzt) wurde bedrängt eine weitere virtuelle Expedition zu unternehmen. Ich überlegte lange, wo es diesmal hingehen sollte. Es sollte heiß und tropisch sein, also bot sich Papua-Neuguinea an. Im Sommerurlaub verschlang ich multiple (Survival-)Bücher über dieses faszinierende Land …
Monsterdoc – Papua-Neuguinea
Ein wildes Abenteuer ist zu Ende gegangen. Ich kann nicht glauben, dass es nur 16 Tage gedauert hat. 2 Wochen Kampf ums Überleben …. das PNG-Survival-Team hat es geschafft, wir haben die Carstensz-Pyramide in West-Neuguinea bestiegen, Flugzeugabstürze überlebt, Geiselbefreiungsaktionen durchgeführt, Hubschrauber und Flugzeuge in die Luft gejagt, Schlangen roh gegessen, Polytraumen durchgestanden und vor allem die GAHL in Neuguinea besiegt.
Schön, dass ihr euch alle im schönen Ballsaal des Tree Kangaroo Royal Beach Hotel versammelt habt. Ein wunderschöner Abend in Port Numbay, der Hauptstadt von West-Neuguinea kann beginnen. Tja, ein interessantes Abenteuer geht heute zu Ende.

Von der Höhle zum Landungsstrip
Trotz der ruhigen Nacht in der Höhle (wir patrouillierten die ganze Zeit in den Bäumen) waren unsere Menschen am nächsten Morgen müde und kamen nicht richtig in Gang. Man merkt halt doch, dass sie keine Dschungelbewohner sind. Flauschi und Fluffy legten zur Motivation ein paar akrobatische Einlagen hin, aber auch das brachte die Zweibeiner nicht in Gang.
Gut Moning. Die Nacht war ohne spezielle Vorkommnisse. Ich nahm allerdings gelegentlich eigenartigste Geräusche war. Einmal meinte ich ziemlich sicher, einen Helikopter in der Ferne zu hören. Mmhhh ….
Wieder den ganzen Tag durch den Dschungel gelaufen, wieder Regen, wieder drückende Hitze. Orientierungslos wie unser Team war, folgte es den Männern der Gani. Und das war auch gut so. Denn tatsächlich gelangten wir am frühen Abend an einen abenteuerlich wirkenden Landungsstrip für Kleinflugzeuge. Hatten wir es wirklich geschafft? Oder sollten wir hier eine böse Überraschung erleben?
Den Stützpunkt der GAHL haben wir in die Luft gejagt. Welch ein Feuerwerk, danke Timo. Doch leider mussten wir Hals über Kopf in den Dschungel türmen, da uns 3 Helikopter auf den Fersen waren. Glücklicherweise kannten die Ganileute eine nahgelegene Höhle. Dort richteten wir unser Schlaflager ein, die Nacht verlief ohne Vorkommnisse.
Den ganzen Tag waren wir gelaufen, die Beine fühlten sich mittlerweile wie leere Hülsen an. Alles war vom Regen durchweicht, die Hitze drückte. Und die Männer vom Stamm der Gani, die übrigens mit Speeren, Messern und Macheten bewaffnet waren, begleiteten uns Stunde um Stunde durch das dichte Gestrüpp. Dann blieben sie plötzlich stehen und machten hektische Handbewegungen.
Ich habe die ganze Nacht kein Auge zugetan. Hatte ich doch den Teilnehmern versprochen auf die Hütte mit den Baumkängurus aufzupassen. Das Feuer loderte und ich unterhielt mich stundenlang mit Nesse und dem Dorfvorsteher. Es war höchst interessant.
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