Ich sehe, die Damen sind vom Shoppen zurückgekehrt … und der Helikopter ist intakt. Wunderbar. Carlos hatte einen zähen Vormittag, aber mit Hilfe von einigen Teilnehmern konnten wir die Frontscheibe kitten. Ist jetzt wie neu! Vorsichtshalber hat Carlos sein Baby gleich mal ins Wasser gelassen, um ein paar Tests über Wasser durchzuführen. Also nicht dass ihr denkt, der gute Junge verschwindet hier alleine in der Tiefsee.
Was soll ich sagen. Die Nervosität wächst beim Team von Stunde zu Stunde und wir müssen sehr bald los. Der Plan lautet: Heute abend, 20.30 Uhr Beginn des 2. Tauchgangs … und … …. auf den Grund des Witjastief vordringen! Wir werden Geschichte schreiben, noch heute … GG GG GG …
Also, entspannt euch noch mal so richtig heute Nachmittag, nehmt ein Sonnenbad an Deck, spielt mit den Baumkängurus Karten, kocht mit Hendrik und Mutze in der Küche oder führt Euren neuesten Fummel vom Shopping vor …
Ich persönlich muss allerdings noch ein … ernsteres Gespräch führen … nachher … mit Elena … alleine … denn … ach ihr müsst ja nicht alles wissen …
Der Tauchgang gestern Abend verlief ohne schlimmere Vorkommnisse. In 2000 Meter Tiefe bekam die Frontscheibe des U-Bootes einen Riss, anschließend wollte uns ein Kolosskalmar mit >10m Länge zum Abendessen verspeisen. Dank der Orcas, die uns in die Tiefe gefolgt waren (selbstverständlich mit entsprechender Schutzkleidung), konnte der Spieß umgedreht werden. Die Greifarmabwehr von Tanja und ein Glücks-Harpunenschuss vom Cheffe rundeten das Anglerglück ab.
Aufgrund des zunehmenden Wassereinbruchs (trotz Bauschaum und Kaugummi Applikation) mussten wir rasch auftauchen. Das Wasser stand mir am Ende des Tauchgangs bis zum Hals Unterschenkel. Mutze konnte in einer heroischen Tauchaktion ein Drahtseil an unserem U-Boot befestigen und die Fahrt nach oben während den letzten Metern erheblich beschleunigen. Glück gehabt. Dabei verletzte sie sich allerdings an der Schulter.
Hendrik defibrillierte uns ein köstliches Abendessen. Kalmar für alle, dazu rosa Salat und Guam-Gahl-on-the-rocks. Welch ein Fest.
Die Frontscheibe muss heute vormittag dringend repariert werden. Carlos, der am späteren Abend etwas Magenprobleme bekam, muss zudem ein Komplett-Check seines Babys durchführen.
Die MG11 Mitglieder haben also den heutigen Vormittag zur freien Verfügung. Wer mit dem Heli zum Shoppen nach Guam fliegen möchte, kann dies ungerne tun (Warum gebe ich immer solche Versprechen im Tiefenrausch).
Um 13.30 Uhr sollten sich alle wieder an Bord der United Galore einfinden …. damit wir das weitere Vorgehen planen können.
Wir sind zurück aus einer Tauchtiefe von 2000m. Und zum Abendessen haben wir einen 14m langen Kolosskalmar mitgebracht. Ich habe einen Riesenhunger …
In Rekordzeit haben Basadai, Tanja und Hendrik heute Nachmittag das Ersatzteil für das U-Boot in Guam auf der Andersen Airforce Base “besorgt”. Dabei führte Basadai den Hinflug und Tanja (!) den Rückflug selbstständig durch. Hendrik schlief überwachte den Radar und funkte. Zwischenzeitlich mussten auf dem Flugzeugträger noch wichtige Regenerationen Reparaturarbeiten geleistet werden. Der Cheffe beispielsweise setzte das Radarsystem wieder instand … (mit bloßen Händen)
Auf jeden Fall brachten die drei das richtige Ersatzteil mit und Carlos konnte mithilfe des Teams innerhalb einer knappen halben Stunde sein Baby wieder fitmachen.
Da steht es nun vor uns, unser U-Boot … Bereit für den ersten Tauchgang … ich bin so aufgeregt … und es funktioniert, hoffe ich doch wenigstens … Die Sonne ist untergegangen, es immer noch schwülwarm …
Wir werden heute versuchen möglichst tief zu tauchen. Ich hoffe, dass wir dabei schon einige Tiefseekreaturen kennenlernen werden. Jetzt müssen wir uns noch absprechen, wer ins U-Boot geht, und wer auf dem Mutterschiff verbleibt …
Marianengraben wir kommen !!!! 11.034 Meter sind das definitive Ziel im Witjastief !!!
Federkiel und ich haben den ganzen Vormittag mit Carlos am U-Boot geschuftet und die Einschüsse geflickt. Doch leider wurde bei dem Luftkampf gestern Nacht auch die Steuerung schwer beschädigt. Ich kenne mich da ja nicht so aus, aber Carlos meint, er bräuchte dringend ein Ersatzteil um das U-Boot wieder einsatztauglich zu bekommen. Ich vermute übrigens sehr stark, dass die vermeintlichen Flugzeughologramme doch echt waren … (GAHLs)
Es muss also jemand heute nachmittag mit dem Helikopter nach Guam zurückfliegen und das Ersatzteil besorgen. Auf der Andersen Airforce Base gibt es ein riesiges Lager, dort gibt es sowas. Carlos, der Cheffe und ich können allerdings nicht mitfliegen, da wir noch mit Reparaturen am Flugzeugträger zu tun haben. Auch hier gibt es Schäden … der Radar z.B. arbeitet nicht zuverlässig.
Wer würde fliegen?
Der/die- oder diejenigen sollte(n) spätestens um 20.30 Uhr zurückkommen, damit Carlos das Ersatzteil einbauen kann. Wir müssen (!) heute nacht noch einen ersten Tauchgang unternehmen. Die Zeit läuft uns davon …
Übrigens hat Kat der MG-11 Expedition einen Button gestiftet. Cheffe hat ihn gleich in der Sidebar und im Leitartikel eingebaut. Super, danke …
Was für ein Tag gestern. Wir konnten tatsächlich den Zeitplan einhalten und brachten das Baby von Carlos (U-Boot) sicher per Helikopter auf den Flugzeugträger. Ja, es ist nun soweit. Seit gestern abend 22 Uhr befinden wir uns exakt über dem Witjastief (11.034m), also der tiefsten Stelle Weltmeeres.
Bei dem Gedanken zucke ich zusammen. Mir geht es gut. Okay, ich bin gestern am Steuer des Helikopters kurz zusammengebrochen, und, okay, N8engel und der Cheffe haben per Taschen-CT angeblich eine Subarachnoidalblutung bei mir festgestellt, aber hey, es geht mir gut. Das Gerät ist sicher technisch noch nicht ausgereift …
Wie geht es nun weiter? Klare Sache … wir müssen heute vormittag erstmal das U-Boot durchchecken. Bei dem hektischen Transport könnte es ein paar Schäden gegeben haben. Und dann müssen wir sobald es geht in die Tiefe, runter ins Schwarz …
Außerdem müssen wir immer auf der Hut sein. Die GAHLs könnten jederzeit einen Luft-See-Angriff starte. Oder gibt es doch einen Maulwurf im Team? Diese Frage beunruhigt mich, denn ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen. Aber warum klebt uns die GAHL trotz aller Täuschungsmanöver immer am Hacken?
Ein wunderschöner Morgen beginnt, mitten auf hoher See ….
Wir haben nun unsere komplette Ausrüstung zusammengepackt und sind zur Andersen Airforce Base gefahren. Es erfolgen die üblichen militärischen Kontrollen. Ich habe einen Passierschein von Henry dabei. Alles klappt wie am Schnürchen. Eine Lizenz zum Helikopterfliegen will allerdings niemand sehen. Zum Glück, denn ich bin allenfalls passionierter Konsolenpilot. In Papua-Neuguinea bin ich aber ein paar Mal Hubi geflogen, mit gutem Erfolg wie ich finde. Nebenbei bemerkt war ich früher Zivildienstleistender …

Bild: Aircraft_Helicopter_SH-60_Seahawk_with_amphibiou s_assault_ship_USS_Iwo_Jima_alongside von Mashleymorgen auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
Ich begrüße Euch zur zweiten offiziellen Expeditionsbesprechung. Gestern abend kam es unglücklicherweise zu einem Zwischenfall. Ich meine jetzt aber nicht die fast komplette Zerstörung der Hafenanlage, sondern die Rechnung, die ich vorhin auf mein Zimmer geliefert bekam. Da stand:
Mit einem enormen Schädeldruck erwache ich heute morgen. Es ist tropisch warm, ich schwitze und die halbe Insel scheint schon auf den Beinen zu sein. Löschhubschrauber der Feuerwehr verursachen einen großen Lärm. Am Horizont verdecken monströse Rauchschwaden die aufgehende Sonne … was war passiert?
Ich bins, Euer Chefarzt, und mir wäre es viel lieber, dass ich hier nicht schreiben müsste … es ist etwas Furchtbares passiert. Doch eins nach dem anderen.
Håfa adai! Ich hoffe ihr hattet einen angenehmen Vormittag. Ich selbst war bei der örtlichen Polizei und habe den Fall Fluffy geschildert. Hendrik hatte zuvor auch mit denen telefoniert. Irgendwie wurden wir aber nicht wirklich ernst genommen. Baumkängurus werden wohl nur auf Papua-Neuguinea als vollwertige Bürger akzeptiert … auf jeden Fall haben die von den GAHL noch nie etwas gehört. Wir sollten uns also nur auf uns selbst verlassen … so wie immer eben …
Außerdem habe ich mit Carlos telefoniert. Er meint auch, dass es besser sei, im Schutze der Dunkelheit zu tauchen. Im Grunde ist es ja egal, denn ab 200m Tiefe ist sowieso alles schwarz. Mit den Behörden ist auch alles abgeklärt … wir haben Taucherlaubnis im Witjastief ….
Heute abend 20.30 Uhr treffen wir uns also in Apra Harbor. Dort ist die Tauchschule von Carlos und seine Boote … wir werden einen ersten Tauchgang mit dem U-Boot unternehmen … ich bin sowas von nervös …
Wie siehts bei Euch aus?
Håfa adai! und Buenas días. Ein wunderbarer Tag beginnt hier in Guam, schon morgens haben wir über 20 Grad, Sonnenschein. Die Expeditionsteilnehmer der MG11 sind alle heil auf der Insel angekommen. Die Nacht im Hotel Tropical Island Dream war ruhig. Gestern abend gab es ein reichhaltiges Menü mit sämtlichen Spezialitäten der Insel (auch Betel Nuts) inklusive eines wunderbar zubereiteten Kugelfisches von Mutze. Sie ist übrigens schon seit Längerem im Besitz eines entsprechenden Zertifikates dafür.
Der Vormittag kann von Jedem frei genutzt werden. Geht Schwimmen, Schnorcheln, die Insel besichtigen, was immer ihr wollt. Denkt aber bitte dran: Um 13.30 Uhr findet im Konferenzraum hier im Hotel die Einsatzbesprechung statt. Die MG11-Expedition kann nun heute offiziell beginnen …

Bild: Guam von DuReMi auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
Nachdem das MG11 Team gestern in Frankfurt gestartet war, kommen diese nun nach ihrer Zwischenlandung in Tokio auf die Minute genau in Guam an. Federkiel, Elena und ich erwarten sie ungeduldig an der Andersen Air Force Base. Da erkenne ich die C-17 im tropischen Abendhimmel. Der angekündigte Taifun hatte glücklicherweise nicht zugeschlagen, es herrschen immer noch kuschlige 24 Grad auf der Insel. (weiterlesen …)
Nach einem ruhigen Flug landen wir pünktlich um 12 Uhr in Tokio. Was für eine Stadt … Bislang gab es keine Vorkommnisse. Henry hat alles im Griff. Der vermeintliche Flieger, den ich heute Nacht gesehen habe war (glücklicherweise) eine Einbildung. Die Militärmaschine C-17 der US Air Force bietet schon einen prima Komfort wie Whirlpool, Küche und German-TV. Sogar einen Fitnessraum gibt es.
Aufenthalt in Tokio sind 4 Stunden. Entfernt Euch bitte nicht allzu weit vom Flughafen. Pünktlich um 16 Uhr geht es weiter in Richtung Guam, wo wir dann um ca. 20 Uhr eintreffen werden … die Vorfreude wächst …
Seid ihr gut am Flughafen angekommen? Dann kann das Abenteuer beginnen …
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Das Herz schlägt auf 180 unregelmäßig, der Blutdruck steigt in die hypertensive Krise, der Kopf hämmert wie ein Presslufthammer, der Magen ist flau und sauer, die Beine versagen, die Nebennieren arbeiten auf Hochtouren, Adrenalin und Cortisol verändern den Körper und bringen ihn ans Limit. Der Geist ist hellwach, nervös und bereit, bereit alles zu geben und noch mehr für eine einzige Sache …
Jetzt wirds ernst. Am Samstag gehts los in unser drittes Abenteuer. Nach dem Mount Everest, Papua-Neuguinea werden wir nun den Marianengraben rocken und versuchen einen neuen Tiefenrekord mit dem U-Boot aufzustellen. Immerhin ist dieser seit 50 (!) Jahren ungeschlagen. Höchste Zeit für eine Veränderung.

Bild: Expedition to the Deep Slope 2006: May 31 Log von NOAA Ocean Explorer auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
Hallo Leute, tut mir echt leid, dass ich länger nicht mehr anwesend war, aber ich hatte viel mit den technischen Vorbereitungen für die MG11 zu tun. Vorarlberg ist ja auch so weit vom Bodensee entfernt … Leider hat mir der Cheffe letzte Woche das Mini-U-Boot zerlegt. Na gut, ich habe es Carlos bereits gebeichtet. Heute stehen medizinische Übungen an. Ich habe hier einen kleinen Notarztkoffer am Start, mit dem werden wir einige Sachen anstellen. Außerdem habe ich Übungspuppen für die Reanimation dabei. Auch einen Defi … also bitte Vorsicht …
Der Cheffe lässt sich heute übrigens entschuldigen. Er weilt seit letzter Woche in München. Scheint wohl irgendwas Wichtiges zu sein, Nähreres weiß ich aber nicht. Schöne Grüße soll ich auch von Elena ausrichten … sie wird mit mir … äh … schon etwas früher nach Guam fliegen. Also teilt euch schon mal in Gruppen auf und dann gehts los an die Puppen …
Puh, ich komme heute etwas spät an den Strand, aber ich musste noch eine Runde Golf mit angehenden Schönheitschirurgen spielen. Ein schöner Sport und so erschwinglich … Schön, dass ihr wieder da seid. Heute kann ich euch stolz ein Mini-U-Boot vorstellen, dass mir ein entfernter Freund von Carlos zur Verfügung gestellt hat. Es ist nur für 2 Personen konzipiert und kann immerhin bis auf 50m Tiefe gehen … Also, lasst heute eure Sauerstoffflaschen stehen und schaut euch dieses Wunderwerk der Technik an. Ähnliche Technik wird das Marianen-U-Boot bieten …
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