Das Sommerloch naht, die Diskussionen werden schärfer. Derzeit im Blickpunkt des gesundheitspolitischen Geschehens: Die Homöopathie als Kassenleistung? Sinnvoll oder alles nur Hokuspokus? Im Spiegel gehts hier deftig zur Sache (Tausendmal gerührt). In England wurde das Thema bereits humorvoll aufgearbeitet (Youtube: Homeopathic A&E). Wie leite ich jetzt aber bloß zu Martin der Tierarzt über?
Der anonym bloggende Mannschaftsarzt Dr. Vuvuzela berichtete mir heute:
Dr.Vuvuzela berichtete mir heute via Mail:
Für mich jetzt schon das Wort bzw. der Gegenstand des Jahres 2010: Die Vuvuzela, dieses laute trötenartige Anfeuerungsgerät, bei uns bekannt geworden durch die diesjährige Fußball-WM in Südafrika. Unbekannt hierzulande hingegen ist der gleichnamige Mannschaftsarzt eines nicht näher bezeichneten teilnehmenden Teams. Aus Diskretionsgründen möchte der mir bekannte Mediziner und auch die Mannschaft selbst anonym bleiben. Dies respektiere ich natürlich. Ich werde hier gelegentlich über seinen Alltag bei der WM berichten.
Welch ein mühsamer Aufstieg heute auf den Nordsattel. Eigentlich kennen wir diesen Weg doch mittlerweile schon recht gut. Aber es stürmte gehörig, dazu kam ab und an Neuschnee dazu. Sehr ungemütlich. Nun liegen wir alle in unseren Zelten und sind ziemlich geschafft. Aufgrund der vielen Gemeinsamkeiten (Elena und die Miss-Everest-Wahl) sind wir tatsächlich zusammen mit dem spanischen Team aufgestiegen. Carlos (der spanische Leiter) und Karl (unser Chef-Fuzzy) verstehen sich doch erstaunlich gut.
Nach einer stürmischen Nacht sind wir alle wieder ins ABC abgestiegen. Das ging recht locker, da das Wetter erneut recht warm war. Also: Dauenjacken wieder weglegen, T-Shirts rausholen. Der Chefarzt begrüßte uns natürlich sehr herzlich. Maia und Mrs.Federkiel trafen etwa 1 Stunde vor dem Rest des Teams im Lager ein. Starke Sache.
Nachdem wir ein paar Tage im ABC verbracht haben, ging es heute endlich los auf den Nordsattel in 7000m Höhe. Auch dort waren wir ja bereits einmal. Allerdings werden wir heute übernachten. Es ist mittlerweile richtig kalt geworden, ein ekelhafter Sturm bläst uns fast die Zelte weg. Die Yaks können in diesem Gelände leider nicht mehr mitkommen. Heute morgen untersuchte ich einige der Expeditionsteilnehmer ausgiebig. Manche behaupteten steif und fest, sie hätten ein monsterähnliches Wesen gehört, gesehen oder gerochen. Das könnte natürlich auf eine beginnende Höhenkrankheit hindeuten.
Heute Nacht hat es 10 cm Neuschnee gegeben, doch morgens klarte es bereits wieder auf und wir konnten tatsächlich in T-Shirts zum vorgeschobenen Basislager (ABC) aufsteigen. Das Wetter ist so wechselhaft am Everest, mal Sturmböen und Minusgrade, im nächsten Moment schwitzt man wieder wie ein Yak. Einfach unberechenbar. Aber wir sind nunmal auf keinem Ponyhof.

Bild: Mt.Everest von Sistak auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
Gerade eben ist Tanja (24), die etwas zickige Studentin der Philosophie und Germanistik, im TV-Kino-Zelt des Basislagers verschwunden. Dort läuft German-TV mit gewissen Schönheitssendungen. Sie ist angeblich früher selbst mal Model gewesen. Trotz ihrer Jugend besitzt sie eine große alpinistische Erfahrung in Europa. Unauffällig folge ich ihr in dieses Zelt. Oh Wunder, das halbe Everlasting-Rest-Team sitzt dort und glotzt auf die Mattscheibe.
Mittlerweile ist es also erwiesen, dass Blogger hier im Basislager nicht so gerne gesehen werden. Warum eigentlich? Federkiel und Elena wurden bereits kurzzeitig im Isolationszelt für Schreib-Erkrankte festgehalten. Möglicherweise ist diese Form der Therapie am Ende doch noch sinnvoll? Sind wir denn alle schreibsüchtig? Ich bekomme etwas Angst (siehe: Erkrankungen bei Bloggern). Glücklicherweise sind nun beide Damen wieder frei. Die gestrige Befreiungsaktion wurde eindrucksvoll von Federkiel beschrieben.
Heute sind wir alle wieder heil ins Basislager zurückgekehrt. Die ersten Blessuren sind rasch verarztet. Jetzt heisst es erst einmal duschen, frisch machen und die nächsten Tage einfach nur entspannen und schlafen. Es ist unglaublich warm geworden, bis zu 20 Grad zeigt das Thermometer. Es ist unfassbar, aber am Everest kann man auch so richtig schwitzen.
Zunächst einmal erfreuliche Nachrichten. Das Everlasting Rest Team hat 2 neue Mitglieder bekommen. Ch-Student, der zunächst auf dem Frankfurter Flughafen “vergessen” worden war. Als Eilpost konnte er es jedoch rechtzeitig ins Basislager schaffen. Zudem begrüßen wir Federkiel, die aus dem Isolationszelt für Schreiberlinge im Basislager mithilfe von Elena ausbrechen konnte. Super!
Müde bin ich geh zur Ruh … Wir befinden uns nun auf 6400m. Heute legte das Team den fast 10km langen Weg vom Basislager zum ABC (Advanced Base Camp) zurück. Die Yaks haben unser Hab und Gut prima transportiert. Doch halt … einige Sachen fehlten seltsamerweise bei der Ankunft. Darunter auch so merkwürdige Dinge wie eine Singing Bowl und medizinische Lern-Karteikarten. Was war passiert? Geht etwa ein Dieb im Lager um?

Bild: Red tent and stars von °Florian auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
Das Basislager ist erreicht und es wirkt zugegebenermaßen etwas unspektakulär. Autos, Zelte, Yaks in Massen. Auf jeden Fall ist das Everlasting Rest Team samt Viechern gesund angekommen. Am Freitag Nacht feierten wir ein schönes Begrüßungsfest. Gestern feierten die Yaks für sich. Ein interessantes Spektakel.

Bild: Kina 2009 1235 von Ssppeeeeddyy auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
So sehen also die Straßen aus, die zum höchsten Berg der Welt führen. Heute sind wir in Tingri angekommen. Mittlerweile fühle ich mich eigentlich wieder ganz gut. So langsam gewöhnen wir uns an die ständig steigende Meereshöhe. Noch eine Nacht, ja nur noch eine Nacht und morgen werden wir dann endlich im Basislager eintreffen. Jetzt wird es auch langsam Zeit. Über eine Woche sind wir nun schon unterwegs. Meine Kräfte kehren zurück. ich will den Gipfel!

Bild: Road to Everest Base Camp von Sistak auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
Ziemlich anstrengend war der Tag heute. Mit Reisebus und Viehtransportern ging es von Kathmandu aus weiter nach Nyalam, wo wir bereits unsere Pension aufgesucht haben. Es ist ein schöner, klarer, aber eiskalter Abend. Wir befinden uns mittlerweile schon auf fast 4000m. Meine Knochen vibrieren immer noch aufgrund der Schotter-Fahrerei. Ich habe Kopfschmerzen. Das wird doch nicht schon die Höhenkrankheit sein. Wir hätten nicht so schnell aufsteigen sollen …
Hallo Freunde. Gerade sind wir in Abu Dhabi gelandet und suchen unsere Rucksäcke im Flughafen zusammen. Ich bin fix und fertig. Wenn der Aufstieg zum Everest auch so wird, dann gute Nacht. Heute morgen sind wir ja alle schon ziemlich früh aufgestanden, um uns und unsere Ausrüstung samt Kuscheltieren nach Frankfurt zu bugsieren. Bei kleinen Yaks ist das ein recht schwieriges Unterfangen. Ich wusste gar nicht, dass diese Grunzochsen in Deutschland und der Schweiz so beliebt sind. Vermutlich werden sie in ein paar Jahren dem gemeinen Hund als Haustier Konkurrenz machen.
Sehr lustig war übrigens die Begrüßung auf dem Flughafen. Da sich die meisten noch gar nicht kannten, gab es ein ziemliches Durcheinander. Die Mädels mit den Yaks im Schlepptau konnte man natürlich sofort identifizieren …
Das werden spannende zwei Monate werden, das spüre ich. Und hoffentlich wird das Unterfangen mit der Besteigung des Gipfels gekrönt. Das wäre ne Sache, aber ich träume … Oh ich sehe, gerade kommt mir mein Rucksack auf dem Laufband entgegen. Hat also bis Abu Dhabi schonmal alles wunderbar geklappt.
Hermione, Ämpee, Utmonica und Thea reiten bereits auf den Yaks in Richtung Hotel. Exklusiv wie wir nun mal sind, haben wir selbstverständlich die President-Suite gebucht. Nur leider ist gerade ein hochrangiger Politiker samt Gefolge dort abgestiegen. So bleiben uns also nur die Großraumzimmer. Hoffentlich schnarcht keiner. Na gut, daran müssen wir uns sowieso gewöhnen, wenn wir erst einmal im Zelt wohnen.
Morgen früh (2.4.) geht es dann nach einem reichhaltigen Frühstück weiter nach Kathmandu. Voraussichtlich werden wir morgen nachmittag dort sein. Wahnsinn! Hier müssen wir dann etliche Formalitäten und Einkäufe tätigen. Am Samstag (3.4.) treffen wir uns dann mit dem Chefsherpa Earlmobile. Wenn alles gut läuft, fahren wir am Dienstag (6.4.) mit dem Bus nach China.
Ich werde mich aus Kathmandu dann spätestens am Dienstag wieder melden. Spannende Stories von den bloggenden Teilnehmern gibt es außerdem hier:
Weitere Blogger sind natürlich herzlich willkommen ebenfalls zu berichten … und auf Twitter gibt es den Tweet für den Moment:
Euch allen ruhige und gesegnete Ostern …
Die größte Bloggerexpedition aller Zeiten (und der Welt) ist in vollem Gange. Ziel ist der Gipfel des Mount Everest. Unter der ärztlichen Leitung von Dr.med. Hajo Stoertemann wollen es die 25 (+2) Mitglieder des “Everlasting Rest Team” im April/Mai 2010 so richtig wissen. Von Frankfurt startend, geht es über Umwege nach Kathmandu um schließlich von der tibetischen Nordseite den Chomolungma zu besteigen. Für viele Bergsteiger ist es der erste Aufenthalt im Himalaya, einige haben aber auch schon Achttausender bezwungen. Insgesamt ist das Team um den schweizerischen Bergführer Karl bunt gemischt. Sowohl Ärzte, Krankenschwestern als auch Schauspieler, Models und Banker sind vertreten.

Bild: Everest von Scott_J_ auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
Wir befinden uns im Jahre 2099 auf dem Mars. Dieser Planet ist mittlerweile so dicht besiedelt wie die Erde. Wegen der enormen unterirdischen Wasservorkommen ist hier Leben problemlos möglich. Auch Außerirdische siedelten sich hier an. Neue Lebensformen bieten neue Krankheiten, so einfach ist das.

Bild: Painted Desert von Quinn Dombrowski auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
Begeben wir uns in eine Rettungswache am Rande der Großstadt. Diese Wache ist ein Privatunternehmen und schreibt derzeit rote Zahlen. Das Geschäft ist hart und daher kämpft man um jeden einzelnen Patienten. Geht also ein Notruf ein, starten mehrere Rettungsmannschaften simultan durch, zum Wohle des Patienten. Es kann nur einen geben …
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