Den Ironman 2010 habe ich diesen Sommer überlebt, wie auch schon den 2009er. Da es für die Hawaii-Qualifikation zeitlich leider nicht ganz gelangt hat, suche ich nun nach neuen Herausforderungen. Und da bietet sich eigentlich weltweit nur ein einziger Wettkampf an. Der Slogan vom Veranstalter lautet folgendermaßen: “Es existieren in der Welt des Triathlon genau zwei ernst zunehmende Wettkämpfe, bei denen es um nicht weniger als das nackte Überleben geht. Den Ironman Hawaii, für den männiglich rund um die Uhr trainiert, bloss um sich in einer Lavawüste den Elementen zu stellen. Und es gibt den Bierathlon Zürich …”
Viele wissen es bereits, ja, ich bin beim Ironman in Frankfurt ins Ziel gekommen. Nicht erst heute, sondern bereits am Sonntag nach knapp 14h. Spannend und kurzweilig war es mal wieder. Ich bin zufrieden und natürlich voller Euphorie. Hier ist nun mein Rennbericht. Was ging ab beim Ironman Germany am Sonntag, den 4.7.2010?

Dies ist nun der letzte Blogeintrag vor dem Ironman in Frankfurt am Sonntag, 4.Juli 2010. Wenn der Wetterbericht stimmt, wird es unmenschliche 37 Grad geben. Also genau mein Ding, ich liebe Hitze.

Bild: Hanakapiai Beach, Na Pali Coast, Kauai, Hawaii von Jeff Kubina auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
Der anonym bloggende Mannschaftsarzt Dr. Vuvuzela berichtete mir heute:
Triathlon ist eine tolle und gesunde Sportart, daher kann ich sie aus ärztlicher Sicht sehr empfehlen. Wie einige von Euch wissen, betreibe ich diesen Sport selbst auch. Letztes Jahr überlebte ich den Ironman in Frankfurt (Germany). Sonntag nächste Woche werde ich erneut dort starten.

Dr.Vuvuzela berichtete mir heute via Mail:
Für mich jetzt schon das Wort bzw. der Gegenstand des Jahres 2010: Die Vuvuzela, dieses laute trötenartige Anfeuerungsgerät, bei uns bekannt geworden durch die diesjährige Fußball-WM in Südafrika. Unbekannt hierzulande hingegen ist der gleichnamige Mannschaftsarzt eines nicht näher bezeichneten teilnehmenden Teams. Aus Diskretionsgründen möchte der mir bekannte Mediziner und auch die Mannschaft selbst anonym bleiben. Dies respektiere ich natürlich. Ich werde hier gelegentlich über seinen Alltag bei der WM berichten.
Vier lange Jahre haben wir gewartet, nun wird es endlich wieder wahr. Die Fußball-WM steht vor der Tür. Ehrlich gesagt, kommt dieser Termin recht überraschend für mich, jedes Mal. Aber egal, jetzt wird wieder geguckt, mitgefiebert, getrunken, gepafft und gepublicviewed. Tolle Wochen werden wir haben, jawohl. Doch zu allem Überfluss ist das Gekicke nicht nur für die elf Hampelmänner auf dem Spielfeld sondern auch für die miteifernden Fans extrem gefährlich. Welche Krankheiten erwarten uns?
Die Tagen werden länger und wärmer. Körper und Geist erwachen aus dem laaaangen Winterschlaf. Zeit um wieder nach draußen zu gehen, Sport zu treiben, die eckig gewordenen Augen zu therapieren. Wie funktioniert das eigentlich beim Sporttreiben im Körper? Es ist nicht so wie erwartet. Auch die Organe kommunizieren miteinander. Nehmen wir als Beispiel einen Ultra-Triathlon. 3,8km Nicht-im-See-Untergehen, 180km Stützradfahren und 42km Auf-dem-Zahnfleich-Laufen.
“Ich gehe davon aus, dass in den Ausdauerwettbewerben die Mehrzahl der Spitzenathleten gedopt ist”, so Professor Werner Franke, Heidelberger Krebsforscher und härtester Doping-Kritiker kurz vor Beginn der olympischen Winterspiele 2010. (siehe: Faz.net 31-01-10). Anlässlich der letzten Leichtathletik-WM besprachen wir im Artikel Doping-leicht gemacht, dass es gar nicht so schwer ist entsprechende Substanzen zu beschaffen.
Momentan sind aber auch viele wichtige Ereignisse geboten. Zum einen ist man noch gebeutelt vom Karneval, muss man auch schon wieder einen auf sportlich machen und die olympionischen Winterspiele 2010 am TV mitverfolgen. Hand aufs Herz, wer fiebert nicht mit den Sportlern mit? Die Jagd auf die Medaillen ist eröffnet. Doch bergen viele winterliche Sportarten doch ein erhebliches Gesundheitsrisiko in sich.
Als bekennender Triathlet las ich mit Entsetzen den Artikel im deutschen Ärzteblatt vom 13.11.09: Laien- und Leistungssport: Geht nichts mehr ohne Schmerzmittel? Hier wird berichtet, dass Sportler vor Wettkämpfen oder Training haufenweise Analgetika wie Diclofenac, Ibuprofen oder ASS einfahren um die anschliessenden Schmerzen besser ertragen zu können.
Spätestens jetzt schlägt der Herbst zu: Regen, Unwetter, Stürme, Laub überall, (Schweine)grippe und andere Erkrankungen. Eine ganz normale Jahreszeit also. Zeit um an den Winter und die entsprechenden Sportarten zu denken. Was sollte man aber bei Ausüben einer Wintersportart beachten und was kann dabei passieren?
Wir erleben derzeit eine Neuauflage der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin. Jetzt mal Hand aufs Herz, wer denkt da nicht, ebenso wie bei der Tour de France, unweigerlich an das Thema Doping? Na klar, ohne ärztlich verordneten Stoff geht in den Neuzeiten doch gar nichts mehr. (weiterlesen …)
Um eine prima Leistung im Sport zu erbringen, muss man sich ausgewogen und gesund ernähren. Bekanntlich stopfen ja Dreikämpfer alles in sich hinein, was sie kriegen können. Also was sollte sich im Kühlschrank oder Haushalt eines Triathleten nun wirklich befinden? Bitte macht auch unbedingt bei der Aktion von Herr Pfleger mit: Zeig her Deinen Kühlschrank (weiterlesen …)
Warum sind im Allgäu so saftig-grüne Wiesen? Richtig, weil es oft und ausgiebig regnet. So auch letzten Samstag, als ich zum Mitteldistanz-Triathlon in Immenstadt am Albsee antrat. Die ganze Nacht regnete es bereits durch, es hatte merklich abgekühlt. Ideale Bedingungen also für einen Triathlon.
Da ja nun schon drei Wochen seit dem Ironman Frankfurt vergangen sind, fühle ich mich sportmedizinisch wieder fit und möchte die Saison mit einer Mitteldistanz fortsetzen. Da bietet sich der legendäre Allgäuer Triathlon an. Die Strecken sind allerdings etwas heruntergeschraubt, nämlich: 2km Schwimmen, 96km Pedalieren und 20km Schlappen. Die Radstrecke ist allerdings etwas berüchtigt, da sehr bergig (1200 Höhenmeter).
Daher werde ich mich nun etwas zurückziehen und morgen hoffentlich nicht bei Regen starten. Aber was solls denn? Bisschen Regen hat noch keinem geschadet. Ausserdem fängst ja mit Schwimmen an. Wenn ich wieder feste Nahrung zu mir nehmen kann, werde ich berichten. Also höchstwahrscheinlich morgen abend schon. Bis dahin. Schönes Wochenende und Aloha.
Ich melde mich zurück aus Frankfurt, nach dem längsten Tag des Jahres. Beim Ironman in Äppelwoi-City fanden ja bekanntlich am 5.Juli die Europameisterschaften im Dreikampf statt. Ja, was soll ich sagen, es war ganz doll, ich bin bei Tageslicht ins Ziel gekommen und ausserdem war es unmenschlich heiss. Über die medizinischen und sportlichen Einzelheiten berichte ich nun.

Einige von den Lesern werden es bereits durchschaut haben. War doch etwas verdächtig, dass ich immer wieder über Triathlon gebloggt habe, wie toll und gesund diese Sportart sei? Nun, ich werde also kommenden Sonntag am Ironman Germany teilnehmen.
Über Triathlon hatte ich schon bei Sommersportarten aus ärztlicher Sicht berichtet. Ich möchte hier noch etwas ausführlicher auf diesen mittlerweile schon über 30 Jahre alten Dreikampf eingehen. (weiterlesen …)
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